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Grammatik


Quam pulchra Europa est!

  • Eigenschaftswörter

Du hast die vierte Lektion des Lehrbuchs erreicht. In dieser Lektion lernst du Eigenschaftswörter kennen.

„Wie schön Europa ist!, denkt Jupiter, als er die schöne Königstochter am Strand von Tyros erblickt.“

Aus diesem Satz geht hervor, dass Europa „schön“ ist, denn das Eigenschaftswort „schön“ ist ja gleich zweimal für sie verwendet worden. Achte darauf, dass das Eigenschaftswort „schöne“ im Kasus, Numerus und Genus mit dem Bezugswort „Königstochter“ übereinstimmt. So wird deutlich, dass die beiden Wörter zusammengehören. Der Fachausausdruck für die Übereinstimmung von Nomen und Adjektiv lautet: KNG-Kongruenz.

Auch die folgenden Adjektive stimmen mit ihren Bezugswörtern überein:

 Europa pulchra Nominativ Singular f.
 die schöne Europa
 taurus magnus Nominativ Singular m.  der mächtige Stier
 amor magnus Nominativ Singular m.  die große Liebe

Achtung:

Wird das Adjektiv als Beiwort zu einem Bezugswort aus der 3. Deklination hinzugefügt, dann sehen die Endungen bei Nomen und Adjektiv unterschiedlich aus:amor magnus.

So lauten die Endungen für den Akkusativ:

 Europam pulchram Akkusativ Singular f.
 taurum magnum Akkusativ Singular m.
 amorem magnum Akkusativ Singular m.

Die Pluralendungen lauten schließlich:

 puellae pulchrae Nom. Pl. f.  puellas pulchras Akk. Pl. f.
 tauri magni Nom. Pl. m.  tauros magnos Akk. Pl. m.
 senatores magni Nom. Pl. m.  senatores magnos Akk. Pl. m.


Bei den Adjektiven! 

Wie die Chamäleons ihre Farbe wechseln die Adjektive ihre Endungen. Dabei passt sich das Adjektiv perfekt an das Bezugswort an. Welches Adjektiv passt zu welchem Nomen - los geht's!

Geschichte

Auf den Spuren Europas

Über 2500 Jahre sind vergangen, seitdem die Geschichte von Europa und dem Stier zum ersten Mal erzählt wurde. Das ist lange her! Es ist erstaunlich, wie viele Spuren diese Sage hinterlassen hat – bereits in vorchristlicher Zeit wimmelte es im Mittelmeerraum von weiteren Versionen und Fortsetzungen der Europageschichte. Erzählt wird zum Beispiel von Europas Sohn Minos, der die sagenhafte Stadt Knossos auf der Insel Kreta gegründet haben soll. Oder die Geschichte von Phönix, Europas Bruder, der nach der Entführung im gesamten Mittelmeerraum nach seiner Schwester suchte und sich schließlich im Libanon niederließ. Die Bewohner des Libanon sollen von da an den Namen „Phönizier“ erhalten haben. Wo immer diese Geschichten erzählt wurden, verstanden sich die unterschiedlichen Völker und Länder als Einheit, als Teil einer „Familiensaga“. Das ist bis heute so geblieben. Trotz aller unterschiedlichen Sprachen und Erfahrungen verstehen sich die Völker rund um das Mittelmeer als Einheit.


In der Europäischen Union gibt es neben vielen anderen Gemeinsamkeiten auch eine gemeinsame Hymne.

Fremde Götter

Übrigens: Die Römer hatten nichts gegen fremde Götter. Ihre großen Gottheiten übernahmen sie ab 500 vor Christus von den Griechen. Allerdings wurden sie mit römischen Namen verehrt.